Schluchtenmission Marokko (Teil 3)

Teil 3  im Bulli Bullrich durch Marokkos Schluchten "Todra"

Deutlich merkbar begannen wir uns aus der Hochgebirgswelt des grossen Atlas ueber weitlaeufige Plateaus und Serpentinen hinab zu schrauben und wieder einmal mehr veraenderte sich die Vegetation von Kilometer zu Kilometer. Rechts und links der Strasse tauchen grosse Berghaenge und Schluchten auf. Die Farbe des Gesteins ist von Hellbraun bis Schokobraun vertreten und bildet ein einzigartiges Kunstwerk. Wir schlaengeln uns an einem ausgetrockneten Flussbett durch die ersten Schluchten. Immer wieder tauchen kleine Oasen im Flussbett auf, aus Dattelpalmen und anderem Gruenzeug. Die Strasse wird anspruchsvoller und Schlagloecher in denen Olaf schlafen koennte tauchen in nicht enden wollender Reihenfolge auf.

 An der Optik der Natur wird uns bewusst, das es bis zur Todra/Dades-Schlucht nicht mehr weit sein muss. Unterwegs treffen wir noch einen Muencher-Offroad Truck dessen Fahrer uns die Info gab, wo man gut stehen kann. Und Tata, da war sie. Die Todra Schlucht. So Hoch wie "ein Hochhaeus" :D  und in ein wunderschoenenes rotbraun getaucht, die Wipfel noch wie Ocker gekuesst von der Abendsonne. *Schmalz. :D Aber es war wirklich sehr schoen. Direkt vor der Schlucht entdeckten wir dann auch den Parkplatz. Und Tada, auf dem Parklplatz eine Action-Mobil-Reisegruppe (Offroad-Trucks) deren Veranstalter wir diesen Sommer schon auf der Abenteuer-Allrad Messe in Bad Kissingen kurz kennengelernt haben, denn sie suchten damals Reisebegleiter fuer Ihren Trip nach Marokko und stellten die Fahrt vor. Wir beschlossen unseren Bulli Bullrich zwischen den Trucks zu parken (man kommt sich ganz schoen klein vor neben all den Riesenmaschinen). Also denn, die Hunde und uns mit Essen und trinken versorgt, ging es auf, den Berg ein Stueck zu Fuss zu erklimmen, um auch unser aller Bewegungsbedarf zu decken... haha ;) mehr fuer die Hunde :D wir haben es bei der Wahnsinnshitze nur ca. 2km bergauf unter einen Felsen geschafft der, gottseidank, einen riesen Schatten spendete. 

Von da aus hatte man einen Tollen blick hinunter in die Schlucht und die Hunde konnten fleissig Stoeckchen jagen. Als wir wieder am Bulli ankamen, rannte einer der Actionmobil-Herren auf uns zu und rief: eey, eure Petrols waren gerade da! Nach kurzem Kopfkratzen fiel uns ein, das konnten nur Heike und Hannes gewesen sein, die wir den Tag zuvor in Imilchil kennengelernt hatten. Da der Abend so toll war, aergerten wir uns ganz schoen das wir sie knapp verpasst hatten. Wir beendeten den Abend mit einer Serie im Bulli, waren platt von dem ganzen gefahre.  In der Nacht tauchte dann ploetzlich noch eine Reisegruppe mit zwei T3’s auf, eine horde wildgewordener Englaender, aaaah :D. Wir hoerten nur : Is here a party ?! Nach kurzem Posen vor der Schlucht und gefuehlte 300 Fotos spaeter machten sich die Feierwuetigen wieder vom Acker. Puh. Am naechsten Morgen, den Kaffee noch nicht ganz ausgeschluerft, tauchten ploetzlich nochmal Heike und Hannes auf. Sau schoen die beiden wieder gesehen zu haben und wir beschlossen, die Fahrt nach Tinerhir, ca. 13km, gemeinsam zu machen und den Tag gemeinsam in der Stadt zu verbringen.  Wir brauchten Dringend Makkaroni-Nachschub fuer die Hunde (richtiges Hundefutter ist in Marokko nicht so einfach zu bekommen) und die andern beiden wollten auch einkaufen. Als wir alles zusammenhatten und sogar einen unheimlichen, pentetranten Menschen auf Arabisch abgewimmelt hatten suchten wir uns ein kleines Cafe, tranken Tee und plauderten ueber Gott und die Welt. Wir beschlossen, in Kontakt zu bleiben, tauschten Nummern aus und gingen wieder unsrer Wege, das heist bei uns, richtung Wueste.

Auf dem Weg aus der Stadt raus war doch tatsaechlich ein Shop mit VW-Zeichen dran und wir hofften instaendig, einen Keilriemen in der richtigen Groesse zu finden. Tatsaechlich war der Laden offen und hatte zwei kleinere und einen Groessen zur Auswahl. Also, gekauft, ausprobiert. Der eine war  zu klein, der andere machte den Anschein als wuerde er gut passen. Draufgemacht, Losgefahren. Raus aus Tinerhir und schon am ersten Stop hatte Ossi ein komisches Gefuehl das sich bestaetigt hat. Der Riemen hat sich einmal um die eigene Achse gedreht und sah schon jetzt aus wie durch den Fleischwolf gedreht.  Also dann lieber wieder die bewehrte Schalmetode drauf montiert (die hat sich mit unserer kaputten Keilriemenscheibe gut verstanden) und weiter. ;) . Jetzt wird erstmal einen Schlafplatz gesucht.

Am nächsten Morgen sollte es dann weiter Richtung Wüstenstadt Zagora gehen.

Dann wollen wir uns von Oase zu Oase schwingen und im Sand spielen...

Morgen in Teil 4 geht es in die Sahara "zwischen Dünen, Sandsturm & Kamelen"

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Kommentare: 1
  • #1

    Harold Lettinga (Freitag, 03 Februar 2017 06:36)


    each time i used to read smaller articles which also clear their motive, and that is also happening with this paragraph which I am reading here.