Polizeikontrolle...? Atlas/Marokko "Teil 2"

Rückblick 2014 Teil 2 unserer Atlastour/Marokko im Bulli Bullrich

Wir hatten eine gute Nacht vor der Wasserdurchfahrt verbracht, sind frueh aus den Federn und genossen es zu sehen wie die Sonne die Bergwipfel kuesste. Die Hunde hatten auch einen Heidenspass am Fluss. Ca. eine halbe Stunde spaeter kamen ein Mann und seine Frau am Bulli vorbei und fragten uns mit einem grinsen im Gesicht: Voulez-vous déjeuner avec nous? Ja natuerlich wollten wir mit Ihnen Fruehstuecken! Aber erstmal die Wasserdurchfahrt, das Grundstueck der Familie lag genau auf der anderen Seite. Gesagt, getan, wir scheuchten den Bulli durch den Gebirgsfluss, was fuer ein Spass  Wir durften direkt im Garten parken, der wie ein kleines Paradies war. Es gab Obstbaeume, Pappeln, saftig gruene Wiese, allerlei Tiere und die Haeuser der Familie. Sie legten auf der Wiese einen flauschig roten Teppich aus mit einem typisch marrokanischen Holztisch drauf, dazu ein paar dicke Kissen. Sie tischten frisches Fladenbrot, Obst, Honig, Butter, Olivenoel und den guten Nanaminztee auf und dann wurde gegessen.  Nachdem wir alle miteinander warm geworden waren lud uns der Vater ein, den Tag mit ihnen zu verbringen, es war der Tag des Opferfest (Aid al Adha) in Marokko gibts natürlich keine "Weihnachten" ;) . Diese grossartige Einladung konnten wir einfach nicht ablehnen. Es gab Hammel, frisch geschlachtet. Das Fleisch wurde traditionell auf einem grossen Holz ueber offenem Feuer gegart. Dazu gab es eine besondere Spezialitaet und zwar Magen, Leber und Lunge kleingeschnitten auf kleinen Spiessen auf dem Grill neben dem Tisch gegart. Das ganze wurde mit Brot, Salz und Kurkuma serviert. Es war ein sehr ausgelassenes, geselliges Mahl, alle haben gelacht, es wurde gesungen und viel erzaehlt. Den Abend liessen wir dann gemeinsam im Hinterzimmer mit einer gemuetlichen Tasse Tee ausklingen.  Am naechsten morgen, nach der Hunde-runde, sollte es dann weitergehen.

 

 

Wir verliesen das Grundstueck von Mustafa, unsere Wasserpumpe wird immernoch durch einen Strick angetrieben. Ein Stueck weiter, die Piste war sehr steil und unwegsam, kam das was kommen musste, Bulli heiss, Seil weg. Wir, mittlerweile ganz routiniert, haben ausgerauemt, Wasser aufgefuellt und gegruebelt. Bis dann ploetzlich zwei Maenner in einem weissen Van vorbeikamen und gefagt haben ob wir Hilfe brauchen. Da Imilchil nicht mehr weit war, ist Ossi mitgefahren und Leni hat mit den Hunden am Bulli gewartet. Die Maenner haben Ossi dann nach Imilchil gebracht, wo er zwei Keilriemen besorgen konnte, leider etwas zu gross aber besser als nichts. Ca. 40min spaeter ist er dann mit dem Taxi wieder zum Bulli gekommen. Zackzack, Keilriemen drauf und im schneckentempo die tueckische Piste ueber Stock und Stein erklummen. Vorbei an den zwei sehr schoenen grossen Seen vor Imilchil, der grosse salzig, der kleine nicht. Wir beschlossen die Nacht in Imilchil zu verbringen, was auch die beste Entscheidung war, denn hier haben wir Heike und Hannes kennengelernt.

Traumtanz auf 2700m im Atlas Marokkos
Traumtanz auf 2700m im Atlas Marokkos

Wir verbrachten einen sehr schoenen Abend und machten uns am Morgen auf in Richtung Tinerhir. Wir hatten atemberaubende Aussichten auf weitlaeufigen Plateaus und Bergspitzen auf ueber 2700m. Bis es dann auf der anderen Seite endlich wieder Bergab ging. Der Bulli freut sich, wir uns auch. Doch dann, Polizeikontrolle, wir wurden rausgewunken. Das ist uns noch nie passiert?!? normalerweise werden wir als "augenscheinliche Touristen" immer durchgewunken. Doch der Polizist tauchte mit einem grinsen ueber beide Ohren vor dem Fahrerfenster auf und bot uns jedem eine Zigarette an, fragte Freudestrahlend wo wir denn herkommen und wie es uns geht. Beim Aussteigen bemerkte er Ossis grosses Jagdmesser am Guertel und fragte was er damit macht. Nach kurzem erklären  verstand der "lustige Polizist" dann aber schnell das man das in der Natur gut brauchen kann. Nachdem er uns dann noch seinen Facebookaccount aufs Auge gedrueckt hat und wir sein Interesse befriedigt hatten, konnnten wir zuegig weiter fahren. Wir machten uns nun, immer weiter bergab, Richtung Tinerhir, das naechste Ziel sollte die Todra-Schlucht sein. 

Das könnte dich auch interessieren...


Kommentar schreiben

Kommentare: 0